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Fritz Hornschuch

Fritz Hornschuch

FRITZ HORNSCHUCH – nach ihm sind Straßen in Kulmbach, Fürth und Burghaig benannt. Er galt als einer der größten Arbeitgeber der Spinnereien in Kulmbach und Mainleus. Er hat öffentliche Einrichtungen wie das Freibad, das Badehaus oder Arbeitersiedlungen in Mainleus und Kulmbach errichten lassen. Er galt als bekennender Automobilfreund der stets die neuesten Modelle sein Eigen nannte, obwohl er meist seinen Chauffeur hat fahren lassen. Weniger bekannt dürfte da die eine oder andere Eskapade sein, wie die Fahrt mit dem neu erworbenen Maybach, auf dem Eisweiher der Kulmbacher Reichelbräu. Der Wagen ist bei dieser Fahrt ins Eis eingebrochen, ein teurer Spaß, der den gebürtigen Fürther nicht davon abhielt weitere Experimente mit seinen Automobilen anzustellen.

Fritz Hornschuch hat zahlreiche Titel erhalten, wie den des Geheimen Kommerzienrates, die Technische Hochschule Stuttgart hat ihm den Dr. Ing. h.c. verliehen und er war Ehrenbürger Kulmbachs und der Universität Erlangen. Was weniger bekannt ist, dass ist eine 488 umfassende Spruchkammerakte in der es um die Hintergründe und Verbindungen Hornschuchs zum nationalsozialistischen Regime bis 1945 ging.

Filmwerk Bayern, Medienproduktion will in einem 110minütigen Dokumentarischen Spielfilm das Leben und Wirken Hornschuchs erzählen. Dabei geht es natürlich auch um seine Verbindungen zum Nationalsozialismus, um seine Freundschaft zu Erich Ludendorff und um ein Stück Zeitgeschichte, dass 1900 seinen Anfang in Kulmbach nahm. Erzählt wird die Geschichte Hornschuchs über das Verhör, dass Perry B. Lamson, Lieutenant Colonel der 71. US-Infanteriedivision, mit dem unter Hausarrest stehenden Hornschuch, in dessen Villa auf der Hornschuchhöhe geführt hat. Lamson ist keine fiktionale Figur, als Kommandeur der 11. US-Panzerdivision stand er am 12. April 1945 mit seiner Kampfeinheit oberhalb der Blaich bereit, um die Stadt bei Widerstand seitens der Nazis in Schutt und Asche zu legen. Die sind aber rechtzeitig „getürmt“, um einer Haft in Kriegsgefangenschaft zu entgehen. Es sind die vielen Sidekicks, teilweise fiktional, teilweise dokumentiert, die diesen Film so spannend machen.

Gedreht wird in Kulmbach, Mainleus, Münchberg, aber auch in Euskirchen und in der Nähe von Prag. Für eine Szene die im Jahr 1938 spielt sind für den Cast 300 Statisten eingeplant. Aktuell steht Filmwerk in Verhandlungen mit zahlreichen Agenturen im gesamten Bundesgebiet, um zu klären, wie die Rollen Fritz und Minnalotte Hornschuchs oder die seines Gegenspielers Hans Roweit angelegt sind.

Zusätzlich zu den Hauptdarstellern und Drehorten, geht es aktuell darum einen kompletten Fuhrpark, mit Fahrzeugen wie dem beschriebenen Maybach, diversen Bahnwagons, einer Spitfire für die Aufnahmen eines Luftangriffes auf die Spinnerei in Mainleus oder diverser Militärfahrzeuge für den Einmarsch der US-Einheiten zusammengestellt werden.

Parallel entsteht das Drehbuch für den im mittleren sechsstelligen Bereich angesiedelten Film. Axel Klawuhn ist regieführender Produzent, Produktionsleiter Wolfgang Krebs, Coautor und Coproducer Kay-Uwe Rott aus München und Chef-Kameramann ist Florian Reuner beim Projekt Hornschuch.

Mit dem Spielfilm ist die Produktion jedoch noch nicht beendet. Filmwerk Bayern strebt eine Zweitverwertung für das öffentlich-rechtliche Fernsehen an. In einer dritten Fassung, die zusammen mit der Städtebauförderung, dem CIMA Management, entstehen könnte, soll aufgezeigt werden, was aus der einstigen Industriebrache Spinnerei Mainleus in den nächsten Jahren entstehen soll.

Unterstützt wird das Team von:

Henry Schramm, Bezirkstagspräsident Oberfranken

Jürgen Knecht, Wisser AG

Robert Bosch, Bürgermeister Mainleus

Bettina Seliger, CIMA Management Mainleus/Forchheim

Adrian Rossner, angehender Doktorand zum Thema Textilindustrie in Oberfranken

Sebastian Türk, Mainleus Invest

Prof. Dr. Günther Dippold, Bezirksheimatpfleger für den Bezirk Oberfranken

Martin Pöhner, Hornschuch-Kenner und Buchautor